In „I am not from here“ verdichtet Joséphine Sagna das Porträt zu einer unmittelbaren Begegnung. Das Gesicht füllt nahezu die gesamte Bildfläche, der Blick richtet sich direkt nach außen. Türkis- und Blautöne treffen auf Rosa, Weiß und erdige Nuancen, während rote und dunkle Linien einzelne Konturen aufnehmen und weiterführen.
Sagna verbindet Acryl und Ölstick zu einer Bildsprache zwischen Figuration und Abstraktion. Konturen werden gesetzt, überlagert und wieder aufgebrochen. Gerade diese Gleichzeitigkeit von Präsenz und Fragmentierung verleiht dem Porträt seine Spannung.
Der Titel „I am not from here“ öffnet dabei Fragen nach Zugehörigkeit und Selbstverortung, ohne das dargestellte Gegenüber auf eine eindeutige Erzählung festzulegen. Das großformatige Unikat von 2026 steht exemplarisch für Sagnas Auseinandersetzung mit Körper, Selbstbild und Sichtbarkeit.






