Mit »Cry them« gibt Joséphine Sagna der emotionalen Vielschichtigkeit einer Schwarzen Frau Raum und Präsenz. Tränen und geöffneter Mund vermitteln einen Moment unmittelbarer Emotion. Intensive Farben und gestische Linien überlagern die Gesichtszüge und verdichten sich zu einer expressiven Komposition zwischen Figuration und Abstraktion.
Das Werk verbindet persönliche Erfahrung mit Fragen nach Selbstbild, Sichtbarkeit und gesellschaftlichen Zuschreibungen. Verletzlichkeit erscheint dabei nicht als Gegensatz zu Stärke, sondern als Teil einer selbstbestimmten Präsenz.




