
Vernissage am Freitag, den 18. September 2026 von 19 Uhr – 21 Uhr.
Mit »WeBlingBling« präsentieren die BEGE Galerien zwei künstlerische Positionen einer jungen Generation zeitgenössischer Kunst, die gesellschaftliche Fragestellungen mit einer eigenständigen künstlerischen Sprache verbinden. Erstmals seit ihrer gemeinsamen Ausstellung »WeBling« (2024) zeigen die in Ulm aufgewachsenen Künstlerinnen Joséphine Sagna und Wendoly Monteiro da Costa neue Arbeiten im Dialog.
Die Ausstellung versteht sich als Einladung, Vielfalt als Voraussetzung kultureller Entwicklung und gesellschaftlichen Austauschs zu erleben. Unterschiedliche künstlerische Haltungen treten miteinander in Beziehung, ohne ihre Eigenständigkeit aufzugeben. Gerade darin liegt ihre Stärke:
Sie eröffnet einen vielschichtigen Blick auf Fragen von Identität, Zugehörigkeit, Sichtbarkeit und gesellschaftlicher Teilhabe.
Mehr als ein Ausstellungstitel
Bereits die erste Ausstellung »WeBling« (2024) war mehr als ein Ausstellungstitel. Als Hommage an den Ulmer Stadtteil Wiblingen verwies er auf die gemeinsame Herkunft der Künstlerinnen und zugleich auf einen selbstbewussten Umgang mit den eigenen Wurzeln. »WeBlingBling« führt diesen
Gedanken weiter.
Kultur entwickelt sich dort, wo unterschiedliche Erfahrungen, Perspektiven und Lebensrealitäten aufeinandertreffen und neue Denk- und Ausdrucksformen hervorbringen.
Die Ausstellung »WeBlingBling« übersetzt diesen Gedanken in eine künstlerische Form: Zwei eigenständige Positionen treten miteinander in Beziehung und machen Vielfalt als produktive Kraft erfahrbar.
Shape of Identity –
Eine gemeinsame Fragestellung. Zwei künstlerische
Die Arbeiten von Joséphine Sagna und Wendoly Monteiro da Costa verbindet weniger eine gemeinsame Bildsprache als eine gemeinsame Auseinandersetzung mit Identität, Zugehörigkeit und gesellschaftlicher Sichtbarkeit.
Wie lassen sich Identität, Erfahrungen und gesellschaftliche Einflüsse in eine künstlerische Sprache übersetzen?
Diese Frage bildet den gemeinsamen Ausgangspunkt der Ausstellung. Beide Künstlerinnen geben darauf unterschiedliche Antworten. Während Joséphine Sagna den Menschen selbst in den Mittelpunkt rückt, entwickelt Wendoly Monteiro da Costa ihre Bildsprache aus Material, Form und Struktur. Gerade in dieser Unterschiedlichkeit entfaltet sich der Dialog der Ausstellung.
Joséphine Sagna nähert sich diesen Fragen über die menschliche Figur. Im Mittelpunkt ihrer Malerei stehen Porträts und Ganzkörperdarstellungen Schwarzer Frauen. Mit einer selbstbewussten Präsenz erzählen sie von Identität, Sichtbarkeit und Selbstbestimmung und machen persönliche Erfahrungen ebenso sichtbar wie gesellschaftliche Realitäten. In vielschichtigen Kompositionen verbindet Sagna Malerei, Zeichnung, Schrift und gestische Farbigkeit zu einer expressiven Bildsprache, in der individuelle Lebensgeschichten und gesellschaftliche Fragestellungen miteinander verwoben werden. Überlagerungen, Textfragmente und intensive Farbräume verdichten sich zu Bildwelten, die zur Auseinandersetzung mit Fremd- und Eigenwahrnehmung sowie mit der Frage einladen, wie sich individuelle Erfahrungen in einer pluralen Gesellschaft behaupten und sichtbar werden können.
Wendoly Monteiro da Costa wählt einen anderen Zugang. Sie verzichtet auf die Figur und entwickelt ihre Bildsprache aus Material, Form und Struktur. Stoff, Gips und Farbe verbinden sich zu reliefartigen Bildkörpern, deren Schichtungen, Verdichtungen und Oberflächen Spuren von Erinnerung, Herkunft und Veränderung in sich tragen. Identität erscheint hier nicht als Porträt, sondern als fortwährender Prozess, eingeschrieben in Materialität und Form. So entstehen Arbeiten an der Schnittstelle von Malerei und Skulptur, in denen Material selbst zum Träger inhaltlicher Bedeutung wird.Gerade diese unterschiedlichen künstlerischen Herangehensweisen verleihen »WeBlingBling« ihre besondere Spannung. Während Sagna den Menschen sichtbar macht, richtet Monteiro da Costa den Blick auf die Kräfte, die Identität prägen. Figuration und Abstraktion treten dabei nicht als Gegensätze auf, sondern als zwei eigenständige Perspektiven auf dieselben gesellschaftlichen Fragestellungen.
BEGE Galerien – Kunst und Begegnung
Mit dieser Ausstellung setzen die BEGE Galerien ihr Engagement fort, außergewöhnliche künstlerische Handschriften einer jungen Generation vorzustellen und miteinander in Beziehung zu setzen. Die Arbeiten von Joséphine Sagna und Wendoly Monteiro da Costa zeigen, wie unterschiedlich künstlerische Ausdrucksformen sein können und wie gerade daraus neue Impulse für den gesellschaftlichen Austausch entstehen.
Vom 18. September bis 17. Oktober 2026 lädt die Ausstellung dazu ein, beide Positionen im direkten Gegenüber zu entdecken.
Zur Vernissage am Freitag, 18. September 2026, bietet sich die Gelegenheit, die Künstlerinnen persönlich kennenzulernen, miteinander ins Gespräch zu kommen und Kunst gemeinsam zu erleben.
Mit jeder Ausstellung möchten die BEGE Galerien einen Ort schaffen, an dem herausragende künstlerische Positionen, gesellschaftlicher Austausch und die Freude am Sammeln zeitgenössischer Kunst zusammenfinden. Kunst soll inspirieren, Denkanstöße geben und Menschen miteinander verbinden. Im Ausstellungsraum ebenso wie weit darüber hinaus.




