
Vernissage mit Geraldine Wilcke am Freitag, den 24. April 2026, 19 – 21 Uhr
Mit „Shadow Architectures“ präsentieren die BEGE Galerien Arbeiten der deutsch-französischen Künstlerin Géraldine Wilcke, die mit ihren „Architekturen des Schattens“ eine eigenständige künstlerische Position zwischen Skulptur, Lichtkunst und Fotografie entwickelt hat.
Geboren in Bremen und heute in Straßburg tätig, verbindet Wilcke architektonisches Denken mit einer präzise reduzierten, konzeptuellen Formensprache. Ihre Arbeiten entstehen im erweiterten Feld der Skulptur. Sie sind Konstruktionen, die nicht allein durch Material definiert werden, sondern durch ihr Verhältnis zum Licht.
Papier, Metall oder Acrylglas bilden das physische Fundament ihrer Werke. Gefaltet, gestellt oder minimal verschoben setzen sie klare geometrische Impulse im Raum. Doch erst im Zusammenspiel mit dem Licht entfalten sie ihre eigentliche Dimension.
Allein das Licht wird zum Baumeister dieser Architekturen.
Es modelliert, projiziert, verschiebt.
Der Schatten wird dabei nicht als Nebenerscheinung verstanden, sondern als konstruktives Element. Linien setzen sich immateriell fort, Ebenen überlagern sich, Volumen entstehen als Projektion. Das Sichtbare und das scheinbar Unsichtbare treten in ein präzises Wechselverhältnis. Die Arbeiten oszillieren zwischen materieller Setzung und optischer Erweiterung.
Zentral ist der Moment. Jede Konstellation ist abhängig vom Lichteinfall, vom Standpunkt, von der Dauer. Die Fotografie übernimmt die Aufgabe, diesen exakt konstruierten Augenblick zu bewahren. Sie dokumentiert nicht nur – sie fixiert ein Ereignis, das ohne Licht nicht existieren würde. So entsteht ein Spannungsfeld zwischen ephemerer Erscheinung und dauerhafter Bildform.
Die Präsentation in der Galerie: Vom Lichtbild zur Skulptur
„Shadow Architecture“ vereint fotografische Unikate und skulpturale Arbeiten aus verschiedenen Werkzusammenhängen der Serie. Die Ausstellung zeigt die Bandbreite von Wilckes künstlerischer Forschung – vom fotografisch fixierten Lichtmoment bis zur eigenständigen plastischen Setzung im Raum.
Die fotografischen Arbeiten sind präzise ausgeführt, hochwertig verarbeitet und in klarer architektonischer Präsenz an der Wand positioniert. Ergänzt werden sie durch Acrylskulpturen und fotografische Skulpturen, in denen sich das Wechselspiel von Konstruktion, Licht und Schatten unmittelbar materialisiert.
Aktuelle Anerkennung und Sammlungsperspektive
Wilcke wurde 2025 mit dem Preis der Biennale de l’Image Tangible ausgezeichnet und ist in Ausstellungen in Paris, Straßburg und Brüssel vertreten. Ihre Arbeiten stehen für eine zeitgenössische Position, die Minimalismus, architektonisches Denken und fotografische Hybridität verbindet.
Formal klar, konzeptuell durchdrungen und von hoher ästhetischer Präzision.
Für Kunstinteressierte und Sammler eröffnen ihre Werke eine besondere Qualität. Sie vereinen konstruktive Strenge mit poetischer Offenheit und halten einen Moment fest, in dem Form nicht statisch ist, sondern entsteht.







