
Die Statik des Augenblicks
Mit „Sparfels Intermezzo“ präsentieren die BEGE Galerien eine temporäre Zwischenschau mit Arbeiten des französischen Bildhauers Marc Sparfel, der international bereits in Städten wie Madrid, Berlin, Paris, Dubai oder Tel Aviv ausgestellt wurde.
Die Ausstellung gibt einen ersten konzentrierten Einblick in eine skulpturale Position, in der sich Farbe, Konstruktion und Bewegung zu fragilen räumlichen Kompositionen verbinden. Aus heterogenen Holzfragmenten entwickelt er eigenständige Skulpturen, in denen sich geometrische Klarheit und räumliche Offenheit zu fragilen Kompositionen verbinden. Seine Arbeiten entstehen nicht aus einem geschlossenen Volumen heraus, sondern wachsen aus einzelnen Elementen, die sich verdichten, verschieben, aufbrechen oder scheinbar instabil gegeneinander ausbalancieren.
Fragile Balance
Zentral ist dabei das Verhältnis von Form und Leere.
Die Skulpturen definieren Raum nicht allein durch Masse, sondern ebenso durch Öffnungen, Zwischenräume und Linienführungen. Manche Arbeiten wirken wie architektonische Modelle oder räumliche Zeichnungen, andere verdichten sich zu kompakten Körpern mit beinahe monolithischer Präsenz. Farbe übernimmt dabei eine konstruktive Funktion. Sie gliedert Flächen, lenkt Blickachsen und verstärkt die Dynamik der Kompositionen. Trotz ihrer geometrischen Klarheit besitzen Sparfels Arbeiten eine spürbare Bewegung. Linien kippen, Flächen verschieben sich, Volumen scheinen sich im nächsten Moment neu auszurichten. Die Skulpturen befinden sich in einem permanenten Zustand zwischen Stabilität und Veränderung. Gerade daraus entsteht ihre besondere Spannung.
Die Präsentation in der Galerie
Die BEGE Galerien Ulm präsentieren im Erdgeschoss der Galerie ausgewählte Arbeiten verschiedener Größen und Werkgruppen. Gemeinsam eröffnen sie unterschiedliche Perspektiven auf Sparfels Umgang mit Material, Konstruktion und räumlicher Offenheit.
Mit „Intermezzo“ zeigen wir erstmals die Werke des in Barcelona lebenden Künstlers, der aus Holz skulpturale Konstruktionen entwickelt, in denen sich Materialgeschichte, Balance und räumliche Spannung zu einer ganz eigenen Formsprache verbinden.






