In „We’re here and we’re not done“ verbindet Joséphine Sagna Porträt und Sprache zu einer selbstbewussten Setzung. Das Gesicht nimmt nahezu die gesamte Leinwand ein. Dazwischen und dahinter erscheinen Statements wie „WE ARE HERE“ und „WE ARE NOT DONE“, teils deutlich lesbar, teils von Farbe und Zeichnung überlagert. Sie sind nicht bloße Botschaften im Hintergrund, sondern Teil des Bildes und seiner Haltung.
Der Titel greift diese Sprache auf und erweitert das einzelne Porträt um ein kollektives „we“. Sichtbarkeit wird hier nicht eingefordert oder erbeten, sondern vorausgesetzt. Das Gegenüber ist da, nimmt Raum ein und behauptet die eigene Präsenz. Darin berührt die Arbeit zentrale Themen in Sagnas Werk: Körper, Selbstbild und Sichtbarkeit, aber auch Zugehörigkeit und gesellschaftliche Teilhabe.
Mit 200 × 250 cm bekommt diese Haltung eine besondere physische Präsenz. Das Porträt begegnet den Betrachtenden nahezu körperlich und macht Distanz schwer. Gerade das Zusammenspiel aus Format, direktem Gegenüber und wiederkehrenden Statements verleiht der Arbeit ihre Eindringlichkeit.
„We’re here and we’re not done“ fragt nicht nach einem Platz. Das Werk nimmt ihn ein.








